Frei! kostenlose Events und Initiativen in Bonn.
und mehr
Warum diese Seite? In einer Welt, die von allen Seiten nach mehr schreit: Mehr Wachstum! Mehr Umsatz! Mehr Gewinn! gibt es auch Menschen, die sich dem entziehen.
Die Idee der circular economy - der Warenfluss soll nie enden, einmal hergestellt, soll ein Produkt immer und immer wiederverwendet werden, ist faszinierend. Und wieso immer mit Geld bezahlen? Man kann auch mit Zeit, mit Aufmerksamkeit und einfach mal gar nicht zahlen. Werte kann man nicht nur an das Monetäre koppeln - sonst entwerten wir unser Leben.
Hier findet ihr eine Sammlung an Orten und Initiativen, wo sich Menschen treffen, um etwas gemeinsam zu unternehmen. Einfach so, weil es Ihnen Spaß macht und dem Leben einen Mehrwert gibt. Ganz ohne Geld.
Diese Seite ist wie unsere Stadt - eine ewige Baustelle. Und wie das Leben selbst - sehr unperfekt!
Kostenfrei und unbezahlbar
Hier trifft sich Bonn!
Eine kleine Auswahl an nicht-kommerziellen Treppunkten in Bonn.
Aktuell und Highlights
was läuft den Schönes in unserer schönen Stadt
Schick bekleidet von Fuß bis Kopf
Umsonst Läden in Bonn
Kinder!
Auch die Kleinen kommen nicht zu kurz
Hier wird dir geholfen
Alte Radio kaputt? Erbstück von Oma nicht mehr einsatzfähig? Wie wäre es, statt weg zu werfen - es einfach reparieren zu lassen? Hier findest du Menschen, die dir helfen!
Kultur
Tipps für kostenlose Events – unbezahlbare Tipps, weil Kultur für alle zugänglich sein soll.
Essen
Wir gehen essen, nicht pleite
Wir sind da!
Fragen, Kommentare oder Anmerkungen? Kontakt aufnehmen geht ganz einfach.
Hallo Bonn!
What's up Bonn?
Neuigkeiten aus dem Bonner Kosmos
Mit einem gültigen ÖPNV Ticket ist die Fähre Mehlem kostenlos nutzbar
Im Zuge der umfangreichen Baumaßnahme der Deutschen Bahn im Rahmen der Korridorsanierung „Rechter Rhein“ wird der öffentliche Verkehr zwischen dem 10. Juli und dem 11. Dezember 2026 um ein besonderes Angebot erweitert: Die Rheinfähre auf der Strecke Königswinter – Mehlem wird von go.Rheinland, dem Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr im südlichen Nordrhein-Westfalen, in den Schienenersatzverkehr integriert.
Ziel dieser Maßnahme ist es, den Fahrgästen während der Bauphase eine zuverlässige und gleichzeitig flexible Möglichkeit zur Rheinquerung zu bieten. Die Einbindung der Fähre stellt einen integrativen Bestandteil des Ersatzkonzeptes dar und ergänzt die bestehenden Bus- und Bahnangebote sinnvoll.
Foto © Sabine [email protected]
Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche unter 18 in den Bonner Freibädern
In den Sommerferien 2026 (20. Juli bis 1. September) erhalten alle in Bonn wohnenden Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren kostenfreien Eintritt in die städtischen Freibäder - also Römerbad, Ennertbad sowie die Freibäder in Rüngsdorf und Friesdorf. Dies gilt auch für die Sommerferien der kommenden Jahre, sofern Haushaltsmittel bereitgestellt werden. Diese Regelung hat der Rat am Montag, 13. Juli 2026, beschlossen. Die Entgeltordnung der Bonner Bäder wird entsprechend geändert.
Der freie Eintritt soll allen in Bonn wohnenden Kindern und Jugendlichen, unabhängig vom Einkommen ihrer Familien, eine sinnvolle, gesundheitsfördernde und wohnortnahe Freizeitgestaltung ermöglichen. Zudem soll es zur Förderung der Schwimmfähigkeit und damit zur Sicherheit von Kindern und Jugendlichen beitragen.
Nachgewiesen werden muss der Wohnort an den Kassen mit einem geeigneten Dokument, z.B. einem Schülerausweis oder einem Personalausweis. Die Kosten werden im Jahr 2026 aus freigewordenen Haushaltsmitteln finanziert.
https://www.bonn.de/pressemitteilungen/juli-2026/kostenloser-eintritt-in-freibaeder-fuer-unter-18-jaehrige-waehrend-der-sommerferien.php
Stummfilmtage 2026
Wenn die Abende länger werden, aber immer noch der Sommer herrscht, wenn alle langsam aus dem Urlaub zurückkommen, aber immer noch im Urlaubsmodus sind – ohne Eile, ohne Hektik –, dann wird es Zeit für die Stummfilmtage im Arkadenhof der Uni Bonn. Die Filme: schwarz und weiß wie die Charaktere, langatmig und so schön langsam. Langsam wachsen die Liebe, der Groll und die Spannung auf dem überdimensionalen Bildschirm. Keine hektischen Schnitte, keine doppelschichtigen Geschichten – denn wie soll man die nur mit Gestik erzählen?
Das Publikum schaut gebannt auf das Geschehen. Wie viel trennt uns doch von diesen Menschen – die Moralvorstellungen, die Rolle der Frau, das Gute und das Böse; alles umdefiniert in letzter Zeit. Und dennoch bleiben die Filme aktuell und uns nah. Denn nach wie vor lieben wir Geschichten – und das in einer so schönen Kulisse! Und immer mit Live Musik.
Organisatorisches
Der Eintritt ist frei, es lohnt sich, etwas früher da zu sein - die Reihe ist sehr beliebt! Und ein Sitzkissen und ebenfalls empehlenswert. Man kann eigene Getränke mitbringen, besser wäre es natürlich, etwas vor Ort zu kaufen.
Das Festival ist auf Spenden angewiesen!
Foto: © [email protected]
Offener Garten Rheinland 2026
An mehreren Wochendende in Jahr öffnen die Privatbesitzer und manche Insitutionen Ihre Gärten und laden ein.
Am Samstag und Sonntag war auch die Burg Lede mit Ihrer Anlage zugänglich. Von der Straße kaum sichtbar, nicht wirklich präsent in allgemeinen Bewusstsein - Burg in Bonn? Godesburg! Aber Burg Lede?
Dabei stammt die Burg Lede aus dem 14. Jahrhundert, hat einen Eintrag im Wikipedia und eine lange wechselhafte Geschichte hinter sich. Seit neun Jahren funktioniert hier eine Kunstgalerie "Parotta" und in dem naturbelassenen Garten gibt es eine Skulpturausstellung. Der Garten ist zu Öffnungszeiten der Galerie zugänglich, genauso wie die Räumlichkeiten im Erdgeschoss, die die wechselnde Austellungen beherbergen.
Der parkähnlicher Garten scheint vor Leben nur so zu strotzen, doch der Schein trügt. Die Galleristin erzählt uns von den Schwierigkeiten mit Bewässerung der Anlage - der Villicher Bach ist kaum noch vorhanden, der Graben um Burg herum längst ausgetrocknet, genauso wie der Teich, die man mit Plastikplannen verzweifelt versuchte zu retten. Alles vergeblich. Auch den Nadelbäumen geht es nicht gut.
Die Kunstwerke im Park stehen im Dialog mit den Geschehen. Wie sinnlos und planlos das Wirken der Menschen ist, erfahren wir vor der Hühnergehe. Die am Anfang des 20. Jahrhunderts sehr angesagte Zuchtrasse "Rheinländer" verlor das Instinkt, eigene Eier auszubrüten. Mehr noch - die Hühner zetrampeln die Eier, wann man sie nicht rechtzeitig entfernt. Wie so oft in unsere Geschichte haben die Versuche, Natur zu beeinflussen zu keinen fruchtbaren Ergebnissen geführt.
Das Lebensraum der Hühner ist ein Kunststück - Hühnerverschlag von Georg Winter in Form einer Kamera. Normalerweise enthält Kamera Bilder der Welt, sie zieht die Außenwelt in das Innere und behält bei sich. Hier spuckt die Kamera die Bilder nach außen. Und dabei sind das keine außergewöhnliche Tiere oder Landschaften, keine Instamäßige Objekte. Es sind Hühner...
Der Garten ist überraschend groß und geht über in einem Wald, der Wechsel kommt schleichend. Gegenüber den ausgetrockneten Teich stehen wir plötzlich vor einer großfortmatigen Fotowand. Zwei Künstler (Anna und Bernhard Blume) in einem Kampf gegen Bäumen? Versucht der Künstler den Baum wegzuschieben? Hochzuklettern? Möchte die Künstlerin schaukeln oder klammert sie sich verzweifelt am Ast? Mitten im Wald gewinnen die Bilder eine komplett andere Bedeutung und wirken stärker als wäre das in einem geschlossenen Raum.
Da ist noch die kopflose Gestalt mit gebunden Händen, die inmitten der grünen, wuchernden Wiese steht. Die Wiese scheint sie umzuzingeln und nahezu zu verschlingen. Ja, kopflos kaputt machen und mit unbrauchbaren Händen davor stehen, das können wir Menschen gut.
Wir erfahren noch, dass man die alle Objekte zu kaufen sind und dass die Ausstellung auch man wechselt. Spannend! Es war mein erster Besuch, aber bestimmt nicht der letzte!
Die Kunstgalerie "Parotta" ist offen von Donnerstag bis Samstag, von 15:00 bis 18:00 Uhr oder nach Vereinbarung. Das aktuelle Programm findet man online:
https://parrotta.de/gallery/
An der Burg Lede 1, 53225 Bonn
[email protected]
Die Offene Gartenpforte läuft noch bis September 2026 und ist sehr empfehlenswert!
https://www.offene-gartenpforte-rheinland.de/
Alte VHS ist zurück in der Innenstadt!
So grau die Gebäude, so bunt das Leben drinnen. Am letzten Samstag zog es viele Menschen und so manches Tier in die Innenstadt mit dem Ziel - das alte neue VHS! VHS ist wieder umgezogen, wieder auf ungewisse Zeit aber glücklich, zurück in der Innenstadt zu sein. Der Mietvertrag ist unterschrieben und es sieht sogar eine Erweiterung des Mietsverhältnis vor, wenn die Situation sich gut entwickelt. Aber auf Dauer ist es nicht ausgerichtet - das Gebäude war nie eine Schönheit und nun ist die auch nicht gut im Schuss. Zwischenlösung halt, eine Dauernutzung ist nicht zu Erwarten.
Aber was ist Alte VHS eigentlich?
Es kann vieles sein - ein ungezwungener Treffpunkt ohne Konsumzwang (die Getränke sind auf Spendenbasis). Ein Ort, wo man umsonst werkeln, Fotos entwickeln und sich im Siebdruckwerkstatt austoben kann. Die Küche lädt zum gemeinsamen Kochen ein und speisen kann man in phantasievollen Salong. Salong ist das Herz des Hauses und mein Herz gewinnt es sofort! Hier war jemand am Werk, die Stilbrüche liebt und die Liebe wird in großen Stil ausgelebt. In einem anderen Raum wartet eine kleine, selbst gezimmerte Bühne auf die Künstler. Möchtest DU auf die Bühne? Auch kein Problem, melde dich einfach bei den Leuten, die hier alles ehrenamtlich organisieren. Ein freier Termin lässt sich bestimmt schnell finden. Für die lokale Bands steht ein voll ausgestattetes Proberaum zur Verfügung und das Proben ist umsonst. Es war auch Alte VHS, wo sich die Impro-Theater Gruppe "ungebügelt faltenfrei" zusammen gefunden hat.
Alte VHS ist nämlich ein alternatives, selbstverwaltetes Kultur- und Sozialzentrum. Es lebt von Engagement und Spenden: Geld- und Zeitspenden. Und wir hoffen - es lebt lange und gut!
Spontane Begegnungen
In einem kleinen Nebenraum jammen gerade zwei junge Musiker. Sie kennen sich nicht und haben sich gerade zum ersten Mal getroffen. Sie erzählen, wie wichtig es ist, aufeinander zu treffen und sich gegenseitig zu inspirieren. Eliah macht eigene Musik und malt und sein Tun präsentiert er auf eigener Webseite:
https://metamorphosist.art/
Wie geht es weiter?
Es bleibt bunt. Manche Formate bestehen seit Jahren - Plenum, um das Organisatorische zu besprechen, Punk Salon, Metal Abende und das ein Basteltreff am Samstag. Es gibt immer wieder Konzerte und bald startet die Impro Gruppe "ungebügelt faltenfrei" mit Workshops zum Thema Impro-Theater. Die einzelne Events sind auf meiner Seite unter Events zu finden.
Wer Ideen hat und Räume braucht, ist herzlich willkommen.
"Ich hätte auch ein Boot kaufen können...
ich wollte aber etwas Soziales..."
sagte der Stefan, auf die Frage, warum? Warum kauft man eine alte, heruntergekommene Halle, renoviert sie im Eigenregie und mit eigenen Mitteln, um uns allen zur Verfügung zu stellen?
Wenn die Tanzplatte kennt, kennt auch den Stefan. Die Tazplatte ist ein unscheinbarer Stück grauer Beton, vor Jahren auf Beueler Ufer gegossen, jahrelang nicht benutzt und vergessen, dann wiederenteckt und nun regelmäßig von allen Tanzcommunities Bonns benutzt.
Hinter dem steckt Stefan - der im Austausch mit der Stadt Bonn steht und alle Termine koordiniert. Er ist der, der den Platz offiziell pachtet und der dafür nichts erwartet und verlangt. Hunderte von Menschen verdanken ihm wunderschöne Momente im Alltag und dafür - vielen vielen Dank. Und nochmal - Danke!
So viel Leben auf einem Stück grauer Beton gibt es sonst nirgendwo.
Und nun die Halle, als nächster Schritt, um wetterunabhängiger zu werden. Denkbar ist hier Vieles- man kann hier Workshops anbieten, Parties organisieren, Veranstaltungen für Kinder, Filme, Konzerte. Wie, was, wann?
Alles steht noch im Sternen (und die Sterne sind auch da, auf der Decke gestrahlt). Die Atmosphäre ist so freudvoll, erwartungsvoll und voller Hoffnung. In der Zeiten die Spaltung, ein Ort, das vereint, ein Begegnungsort, für jeden.
Noch ist viel zu tun und Stefan ruft Freiwilligen regelmäßig zu Einsatz. So wie gestern, wo zehn Leute, die sie sich vielleicht nie getroffen hätten, zusammen kamen und Fenster mit bunten Folien beklebten. Und am Schluss kamen wir zusammen an einem Tisch, haben zusammen gessesen, das Essen geteilt, Geschichten zugehört und uns ausgemalt, wie schön das wird, im Zukunft die Halle noch intensiver zu nutzen. Es gab noch Zeit für zwei spontane Zouk Lieder und da war der Abend schon zu Ende.
Die Schönheit einfacher Sachen - zusammen arbeiten, zusammen sein.. Willst du dabei sein? Heute (22.02) ab 15:00 Uhr steht wieder ein Arbeitseinsatz an. Villich-Müldorf, Mühlenbachstr. 12. Jeder ist willkommen!
Nicht genug?
Scroll dich durch die Seite und entdecke mehr. Und wenn du etwas kennst, was ich noch nicht weiß - teile es mit!